Schlossgarten in Schwetzingen

Tempel der Botanik

Tempel der Botanik


Der Tempel der Demeter (römisch: Ceres), eher bekannt jedoch als der Tempel der Botanik: befremdend abweisendes Kleinod und gleichzeitig Huldigung an die Natur und das Leben.

Ägyptische Sphingen bewachen den Eingang

Statue der Demeter


Kein Weg führt zum kleinen, fensterlosen Tempel, der etwas erhöht auf seinem unzugänglichen Keller steht. Dennoch wird er von zwei ägyptischen Sphingen, den Hüterinnen der alten Weisheiten, bewacht. Welches Mysterium mag der Rundbau beherbergen? - Im Inneren befindet sich - in einer Wandnische gegenüber dem Eingang - die Statue der Demeter, Göttin des Wachstums, eine Plastik des italienischen Bildhauers Francesco Cabarelli. Stuckrelieffelder mit Schlangen und Motiven zu den vier Jahreszeiten zieren die Wände, ebenso vier ovale Reliefs mit Darstellungen von vier berühmten Naturforschern und zwölf kleinere Reliefs mit den Tierkreiszeichen. Die Kuppel weist eine runde Lichtöffnung auf. In der Mitte des Fußbodens ist eine runde Öffnung, die jedoch zugedeckt ist. Das Geheimnis entspringt der Geschichte der Demeter ...

Der Gott der Unterwelt Hades entführte Demeters Tochter Persephone. Demeter war erzürnt und traurig und ließ daher die Natur absterben. Da beschloss der Rat der Götter, dass Persephone zwei Drittel des Jahres bei ihrer Mutter bleibe und ein Drittel bei Hades. In dieser Zeit trauert Demeter und vernachlässigt die Natur. Alles vertrocknet und stirbt ab. Dann aber, nach Rückkehr der Tochter, bringt die Natur wieder neues Leben hervor. - Der Tempel der Botanik verbirgt metaphorisch das Geheimnis des Lebens vom Entstehen und Sterben und Neuentstehen, den ewigen Kreislauf.

 

2 geflügelte Löwen

Tempel der Demeter